Kategorie: Machungen
:: Stoffe färben – 1. Versuch mit Pflanzen ::
Ich habe bisher noch nie Stoffe gefärbt, die Experimente mit Batikkram und Chlorreiniger in meiner Jugend mal außen vor
Entsprechend unprofessionell unvoreingenommen bin ich an die Sache rangegangen: Wasser mit Pflanzenzeug drin aufkochen, Stoffe dazu, ziehen lassen, fertig. Wie man das eben bei guten Süppchen so macht. Das Ergebnis:
Von links nach rechts: schwarzer Tee, Zwiebelschalen kurze Ziehzeit, Zwiebelschalen lange Ziehzeit, Kurkuma, Brennessel lange Ziehzeit, Brennessel kurze Ziehzeit. Und unten ein Stück des Ursprungsstoffs in Reinweiß.
Die Stoffe sind alle etwas unregelmäßig gefärbt, haben dadurch leichte Struktur – gefällt mir richtig gut. Was mal daraus werden soll, weiß ich noch gar nicht. Jedenfalls habe ich Blut geleckt und möchte mich demnächst etwas eingehender mit dem Färben von Stoffen befassen. Siebdruckverfahren finde ich auch total spannend. Mal sehen, wo das endet
:: Imbolc 2013: Schreine für Brigid ::
In meinem WochenRückblick habe ich noch geschrieben, daß ich weder meinen Altar neu eingedeckt noch ein Imbolc-Irgendwas (geschweige denn ein komplettes Ritual) geplant hatte. Ha! Done! Gestern Morgen war erstmal der Altar dran und heute Nachmittag haben wir uns Zeit genommen, ein gemeinsames Imbolc-Dingsdi zu zelebrieren: wir haben StreichholzschachtelSchreine für Brigid gewerkelt. Solche Schreine habe ich schon öfter gemacht, zum Beispiel einen für Kali oder auch mal für ein bestimmtes Thema, das ich bearbeiten wollte.
Für die Schreine braucht frau eigentlich nur eine Streichholzschachtel (ich nehme gern die etwas größeren für Kaminzündhölzer) und jede Menge Material mit kreativem Potential: verschiedene Papiersorten, Perlen, Schneckenhäuser, Muscheln, Federn, Charms, Aufkleber, Kieselsteine – kurzum alles, was der Haushalt gerade so hergibt – und Klebstoff (wobei Doppelklebeband sich auch bewährt hat, gerade für das Fixieren der Pappteile). Der Schachtelkorpus wird auf einer breiten Seite längs aufgeschnitten, und schon kann das Gestalten beginnen. Wenn Schreininnenteil (=ehemalige Behausung der Zündhölzer) und Schreinaußenteil (sozusagen die “Flügel” des Schreins) fertig sind, klebt frau sie aufeinander, so daß der fertige Schrein stehen kann.
Ich bin absolut hin und weg darüber, wie schön alle unsere Schreine geworden sind ♥
Sowohl beim Altardecken als auch beim Schreinbauen ist mir klar geworden, daß sich KundaliniYoga für mich so ziemlich wie Imbolc anfühlt: ein Neuanfang (und das an jedem Tag), klar und rein, voller Möglichkeiten und einfach wohlig. Ich habe mich gefragt, welche Dinge ich “im-bolc”, also “im Bauch” habe, was ich ausbrüte, welche Pläne ich in 2013 umsetzen und voran bringen möchte. Mein Buch veröffentlichen. In den Urlaub fahren. Die Ausbildung zur YogaLehrerin beginnen. Und Ihr so?
:: 101-Dinge-Update I ::
Bei meiner 101-Dinge-Liste ist einiges in Arbeit, beispielsweise lese ich täglich im Aquarian Teacher, bin bei Tag 29 meiner ersten 40-Tage-Kriya und habe begonnen, meinen Stoffschrank aufzuräumen. Dabei sind mir einerseits die SternenBlöcke, die ich zum Geburtstag gewichtelt bekommen habe, andererseits die Kiste mit den Scraps und Probeblöcken, aus denen ich eigentlich einen Quilt machen wollte, in die Hände gefallen. Erkenntnis: die Scrapkiste ist noch nicht voll genug, aber aus den Sternen könnte ich recht unproblematisch einen Quilt machen. Also habe ich Punkt 29 meiner 101-Dinge-Liste ausgetauscht: kein ScrapQuilt, sondern einer mit Sternen.
Außerdem habe ich drei Punkte auf meiner Liste hinzugefügt, so daß sie nun 79 Dinge umfaßt.
:: 101 Dinge in 1001 Tagen ::
In letzter Zeit habe ich auf einigen Blogs von dieser famosen Aktion gelesen, bei der frau versucht, 101 Dinge in 1001 Tagen zu erledigen. Dinge, die sie schon immer mal ausprobieren wollte. Dinge, die sie lange aufgeschoben hat.
Ich habe intensiv darüber nachgedacht, ob ich mitmachen möchte. Doch, es reizt mich. Allerdings verändert sich mein Leben so rapide und nachhaltig, daß es mir wirklich schwerfällt, zweieinhalb Jahre in die Zukunft zu blicken. Wenn ich zweieinhalb Jahre zurück schaue, dann sehe ich eine Frau, die absolut nicht imstande gewesen wäre, neben den täglichen Aufgaben auch noch Yoga zu machen und zu radeln. Ich konnte damals nicht ahnen, wohin die Reise gehen würde, so wie ich heute nicht weiß, wohin die Gezeiten des Lebens mich tragen werden. Ich kann und will nichts mehr ausschließen, bin eigentlich für alles offen, bin experimentierfreudig und an vielem interessiert. Im Grunde ideal für diese Liste, weil das alles sie sehr vielfältig machen könnte. Andererseits mögen in diesen zweieinhalb Jahren Dinge in mein Leben kommen, die ich heute noch gar nicht auf dem Schirm habe (oder Dinge aus meinem Leben verschwinden, die ich heute als Fixpunkte betrachte). Wie will ich das in Bezug auf die Liste händeln? Ich glaube, darauf habe ich schon eine Antwort gefunden: wenn etwas für mich nicht mehr aktuell ist, werde ich den betreffenden Punkt durch einen anderen austauschen. Außerdem habe ich jetzt mehrere Tage über meiner Liste gebrütet und spontan keine 101 Dinge gefunden. Weil ich meine Liste nicht mit sinnlosem Zeug zuballern will, werde ich die fehlenden Punkte im Laufe der Zeit ergänzen.
Dann gibt es noch etwas, das mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Im Grunde finde ich To-Do-Listen toll und übersichtlich, allerdings können solche Listen mich auch enorm unter Druck setzen, vor allem wenn ich das Gefühl habe, nicht schnell genug zu sein. Und Druck kann ich echt nicht gebrauchen. Ich mag Termine und zeitliche Verpflichtungen nicht und ich lebe ohne Wecker, ohne Armbanduhr, ohne Handy – nicht ohne Grund. Ich arbeite schnell und zuverlässig, solange ich mir meine Zeit selbst einteilen kann, aber Dinge wie Frist, Abgabeschluß und Veröffentlichungsdatum killen meine Kreativität, meine Kraft, meine Lust. Außerdem möchte ich realistisch bleiben und mir meine Liste nicht mit lauter langfristigen oder regelmäßigen Aktionen vollpacken, bei denen es von vorneherein unwahrscheinlich ist, daß ich sie überhaupt schaffe. Ich sehe meine Liste als Wunschliste an, nicht als un-pe-tinkt abzuhakende To-Do-Liste. Ich will frei bleiben und darum werde ich die Liste löschen, wenn sie mir nicht guttut.
Ein dritter Punkt, der mich irgendwie zum Schmunzeln brachte, hängt mit der Idee zusammen, für jede erfüllte Aufgabe 5 €, für jede nicht erfüllte Aufgabe 10 € in eine Spardose zu stecken. Wenn ich also dringend sparen will, weil ich das Geld am Ende der 1001 Tage für etwas Schönes ausgeben möchte, erledige ich einfach gar keine Aufgabe und habe dann doppelt so viel gespart als wenn ich alle Aufgaben erledigt hätte *harhar* Nee, das bringt mir ja nix. Außerdem kann ich in meiner aktuellen Lebenssituation (ich sag nur: altes Haus, große Baustelle) keine Geldwerte festlegen, die ich immer, wenn ich eine Aufgabe erfüllt habe, erübrigen kann. Also mache ich es so: für jede erfüllte Aufgabe wandert das in die Spardose, was ich gerade erübrigen kann, was sich gerade ergibt. Dann ist es auch am Ende spannend, was dabei herauskommt, monetär.
Beginn: 2.11.12
Ende: 31.7.15
So, lang genug um den heißen Brei herumgeredet, hier kommt meine Liste:
- Mein Kochbuch veröffentlichen.
- Ein anderes Buch beginnen.
- Mein Blog als Buch binden lassen, nur für mich.
- Urlaub machen, mehr als 200 km von daheim entfernt und mindestens 3 Tage lang.
- Das Wohnzimmer umgestalten.
- Das Dach dämmen lassen.
- Den Keller nochmal durchgucken und entrümpeln.
- Eine bestimmte Parkbank besuchen.
- Die Wandkacheln im Vorflur lackieren.
- Das UrgeschichteMuseum in Blaubeuren angucken.
- Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe besuchen (sobald deren Umbau abgeschlossen ist).
- Mit der ganzen Familie die Dauerausstellung im historischen Museum der Pfalz in Speyer ansehen.
- Eine Patchwork-Ausstellung anschauen.
- Eine traditionelle Guglhupfform im Elsass kaufen.
- Nochmal in der Heimat pilgern.
- Mal wieder Didgeridoo spielen.
- Stockbrot machen (vermutlich zu Lammas).
- Mein Testament machen.
- Ins Kino gehen.
- Mir eine Thai-Ölmassage gönnen.
- Meine Gardinen umnähen.
- Das Meer sehen.
- Freiburg angucken.
- Strasbourg wiedersehen.
- Einer Sache noch etwas Zeit geben und dann eine endgültige Entscheidung treffen.
- Mir neue Schuhe anfertigen lassen.
- Mein Row-Robin-Top zu einem Wandbehang machen.
- Zehn Blöcke für meinen Harry-Potter-Quilt nähen (0/10).
- Einen Quilt nur aus Stash-Stoffen, Resten und Probeblöcken nähen (außer Rückseite).
- Meinen StoryBookQuilt vollenden.
- Meinen Stoffschrank aufräumen.
- Bratäpfel und / oder Backkartoffeln im Holzofen machen.
- Das Haus ausräuchern (0/2).
- Fünf englische Bücher lesen (0/5).
- Einen Streichholzschachtelschrein fertigen.
- Mal wieder mit Ton arbeiten.
- Mich von einem GöttinnenRitual finden lassen und darüber bloggen.
- Traumtagebuch schreiben.
- Allein nach Karlsruhe fahren, da bei meinem LieblingsThailänder essen und wieder zurückfahren.
- Adventskalender für meinen Sohn machen (0/2).
- Die Straßenzeitung kaufen (0/2).
- Zu einem Stammtisch gehen.
- Ein Photoalbum mit Bildern meiner Mama gestalten.
- Den Bergfriedhof in Heidelberg besuchen.
- Zur Osteo gehen.
- Spieleabende machen (0/3).
- Weihnachtsplätzchen backen (0/2).
- Dattelbrot backen.
- An Sylvester Karten ziehen (0/2).
- Mir die Füße massieren (0/25).
- Mir passend zu meiner Mala ein Armband fädeln.
- Weiße Yogakleidung finden und kaufen (und das in meiner Größe…).
- Zwei 40-Tage-Kriyas machen (0/2).
- Ishnaan ausprobieren. Wenigstens einmal.
- Einen 108maligen Zyklus des MulMantra singen.
- Mir darüber klar werden, ob ich eine Kara tragen möchte.
- Ein Yogakissen kaufen.
- Feueratem lernen und anwenden können.
- Eine 31minütige Meditation machen.
- Mich mit dem Japji beschäftigen und vielleicht einen Teil auswendig lernen.
- Den “Aquarian Teacher” vollständig lesen.
- Diese 50 Fragen beantworten.
- Zehn neue Rezepte ausprobieren (0/10).
- Meinem Mann bei seiner Prüfung zum 5. Kyu zugucken.
- Drei wirklich schöne Weihnachtsmärkte besuchen (0/3).
- Zum Töpfermarkt gehen (0/2).
- Drei Freundinnen ein ÜberraschungsPäckel schicken (0/3).
- Einen Ort für meine ganzen Heilsteinketten finden.
- Bilder für das Treppenhaus aussuchen, nachmachen lassen, rahmen und aufhängen.
- Einer Fremden ein Kompliment machen.
- Jeweils zwei Dates mit meinen Männern haben (0/4).
- Vegane Muffins im Pan essen.
- Im Thali essen gehen.
- In der Brauereigaststätte Linde essen gehen.
- Mal wieder im MoschMosch essen gehen.
- Drei lange nicht mehr geschaute Filme aus den 90ern gucken.
Die gesamte Liste könnt Ihr hier angucken. Durchgestrichen heißt, der Punkt ist erledigt.
:: Fotobuch ::
Ich bin von CEWE gefragt worden, ob ich nicht Lust hätte, deren Fotobuch zu testen, und weil ich gern photographiere, habe ich zugesagt.
Um das Fotobuch gestalten zu können, bedarf es der entsprechenden Software, die gratis und unkompliziert heruntergeladen und installiert werden kann. Ich fand alle Schritte gut erklärt und einfach nachzuvollziehen.
Die Fertigstellung des Buchs hat nur ein paar Tage gedauert, dann konnte ich es im ortsansässigen DM-Markt abholen.
Mit der Qualität bin ich als Hobbyphotographin sehr zufrieden: die Bilder sind scharf abgedruckt worden, das Material verträgt es, benutzt zu werden, und das fertige Buch entspricht genau dem Bestellten. In der Regel verwalte ich meine Bilder ausschließlich virtuell, aber ich könnte mir vorstellen, so ein Fotobuch nochmal als Geschenk drucken zu lassen.
Vielen Dank an CEWE!
:: SommerKonserve ::
So ganz allmählich dreht sich das Jahresrad Richtung Herbst. Es wird früher dunkel. Die ersten Blätter sind bereits braun geworden und gefallen. In unserem Hofladen gibt es Kürbisse aus eigenem Anbau. Das Licht ist goldener und nachts kann es ganz schön frisch werden.
Obwohl der Herbst meine liebste Jahreszeit ist – wie auch nicht, wo ich doch ein Herbstkind bin? -, ist diese Phase des Loslassens für mich immer mit Wehmut verbunden. Der Sommer 2011 war wegen des Umzugs an mir vorbeigerast und als es Herbst wurde, hätte ich eher ein paar Wochen Sonne und Hitze vertragen können, anstatt Brennholzvorräte anzulegen. Den Sommer 2012 hingegen habe ich in vollen Zügen ausgekostet. Ich war viel unterwegs, in der Sonne, in Biergärten, zum Photographieren, zum Hineinfühlen in meine Heimat. Mein Sommer 2012 war phänomenal.
Um meine Sommererinnerungen, mein Sommergefühl für die dunkle, kalte Zeit, die da kommen wird, zu bewahren, habe ich mir eine SommerKonserve gebastelt. Ich habe eine Photocollage mit Bildern gefertigt, die für mich das repräsentieren, was diesen Sommer ausgemacht hat. Diese Collage habe ich in ein Marmeladenglas gesteckt. Den Boden des Glases habe ich mit Rheinkieseln, Schneckenhäusern und anderen SommerFindungen bedeckt. Mittendrin steckt eine Elsterfeder aus dem Garten. Eigentlich wollte ich auch noch ein paar andere Dinge hineinlegen und von innen an den Deckel kleben, um einen ausgeprägteren 3-D-Effekt zu erzielen, aber irgendwie war die SommerKonserve da schon komplett. Stofftüchlein mit alter Borte darüber, fertig.
Jetzt steht meine SommerKonserve in meinem Vorratsschrank und wartet darauf, in Dunkelheit und Kälte von mir entdeckt zu werden…
:: Meine Mala ::
Eine Mala ist eine Meditations- oder Gebetskette. Viele Kulturen kennen diese Art von spirituellem Schmuck. Das Wort Mala entstammt dem Sanskrit und bezeichnet eine buddhistische / hinduistische Gebetskette. Diese hat in der Regel 108 Perlen, die die 108 Lehren Buddhas oder die 108 Heiligen Göttlichen Namen symbolisiert. Im Islam heißt die Gebetskette Misbaha. Sie besteht meist aus 33 Perlen bzw. aus einem Vielfachen oder einem Teil der 33 (also z.B. 11, 66 oder 99 Perlen) und wird benutzt, um die korrekte Anzahl von Gebeten zum Lobpreis Allahs zu sprechen. Im katholischen Christentum gibt es verschiedene Formen des Rosenkranzes und das protestantische Christentum kennt die “Perlen des Glaubens” (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Osteopathin, die mir davon berichtet hat).
Da ich weder dem Buddhismus noch dem Hinduismus anhänge, hatte ich schon einige Jahre lang den Wunsch, mir eine Mala selbst zu fertigen, die meiner Spiritualität und meinem Erfahrungskreis entspricht. Nur war der richtige Zeitpunkt offenbar noch nicht gekommen. Seit ich Yoga mache, war die Idee mit meiner eigenen Mala wieder präsenter, vielleicht weil das Rezitieren von Mantras inzwischen zu meiner täglichen spirituellen Praxis dazugehört. In der Regel richtet sich die Anzahl der von mir gesprochenen, gesungenen, geflüsterten oder im Geist gesprochenen Mantras nach der Länge meiner Meditation, manchmal auch schlicht nach meiner Kondition, denn bei sehr langen Mantras kratzt mir bei der 50. Rezitation schon mal der Hals.
Meine Mala besteht aus 79 unterschiedlichen Perlen, die ich auf Schmuckdraht gefädelt und mit Quetschperlen verschlossen habe (das war für mich übrigens das erste Mal und es hat wirklich gut geklappt). Jede einzelne Perle hat ihre eigene Bedeutung, doch es gibt auch Perlenkombinationen mit einer anderen Bedeutung als die der einzelnen Perlen, die in der Kombination enthalten sind. Es gibt Perlen, die sich an verschiedenen Positionen der Mala wiederholen. Es gibt Perlen für bestimmte Zeitpunkte, Zeiträume und Zyklen. Es gibt Perlen, die für Dinge stehen, die mir wichtig sind. Göttinnenperlen. Ich-Perlen. Kraftperlen. Heilungsperlen. Schönheitsperlen. Perlen für alles, was ich im Jahres- und Lebenskreis erfahre, erlebe, wertschätze. Die Perlen sind unterschiedlich groß, haben unterschiedliche Farben und Texturen, bestehen aus unterschiedlichen (aber komplett veganen) Materialien.
Obwohl ich seit Jahren keinen Schmuck mehr trage, weil er mich immer gestört hat, habe ich schon die ganze Zeit seit ihrer Fertigstellung meine Mala um den Hals, lasse sie mir durch die Finger gleiten, streichle sie – sie fühlt sich perfekt an. Ich verwende sie, um die Rezitationen meiner Mantras zu zählen. Um zu meditieren. Zentriert zu bleiben. Bewußt im Augenblick zu sein. Um in Krisen gewiß zu sein: es ist nur eine Phase und geht vorbei. Um schöne Zeiten und Ereignisse zu erinnern. Kraft zu schöpfen. Während ich die Mala zwischen meinen Fingern kreisen lasse, kreist der Tag, das Jahr, der Kosmos, mein Leben.
Ein ewiger Tanz, ein heiliges Wort. Hier und jetzt. Ganz und gar.
Sat nam!
:: SonntagsMoment ::
zu früh aufgewacht
regen klopft ans fenster
ich folge dem blauen himmel
kirschen!
mr swan sagt: sei im moment
ich grabe meine hände in die erde
fließe, fließe, fließe
und teile
nicht alles
:: Mein Garten ::
Bei dem wunderbaren Sommerwetter war ich am Wochenende natürlich im Garten, d.h. konkret im vorderen und derzeit überhaupt für mich erreichbaren Teil des Gartens. Hinter unserer Scheune haben wir noch einen Garten, aber einerseits steht die Scheune noch gesteckt voll mit Renovierungs- und Sanierungskram, so daß ich da nicht durchkomme, und zweitens ist der hintere Garten durch nicht vorhandene Pflege zu einer Art Dschungel mutiert, den frau ohne Machete eh nicht passieren kann. Meine To-Do-Listen für drinnen und draußen werden sobald wohl nicht abgehakt werden: derzeit baut mein einer Mann an einer kleinen Terrasse, die ich vom Haus aus barrierefrei werde erreichen können, doch auf Dauer soll der Hühnerstall abgerissen werden. An seine Stelle soll dann eine große Terrasse kommen und wenn alles so wird, wie wir das bisher planen, werden diese beiden Terrassen mit einer Art Piraten-Zugbrücke verbunden sein. Klingt doch schon mal cool, oder? Außerdem soll vielleicht wenigstens ein Hochbeet angelegt werden, damit ich endlich selbst gärtnern kann, ohne auf die Erde herunter zu müssen. Naja, und wenn Geld keine Rolex spielen würde, würden wir die Scheune eh abtragen, uns einen fetten Wintergarten bauen lassen und überhaupt und sowieso.
Da wir einen Frühkirschenbaum unser Eigen nennen, stand dieses Wochenende die Ernte auf dem Plan. Wir haben also Kirschen geerntet, sortiert, gewaschen, entsteint, gefuttert und verschenkt. In Anbetracht der Masse von Kirschen haben wir allerdings die Waffen gestreckt – da teile ich doch gern mit den ganzen Elstern, Staren, Amseln. Belohnt wird diese Großzügigkeit nämlich mit tollen Photo-Momenten und bezaubernden Vogelliedern.
Dann haben wir endlich herausgefunden, was das für seltsame lanzettartige Blätter sind, die seit dem späten März bei uns in Hülle und Fülle wuchern: Lilien. Ah, wie toll <3
Unseren Wildblumen geht es ebenfalls prächtig, hier mal Klatschmohn als Ruhebett:
Salbei und Thymian haben bereits geblüht, jetzt ist der Lavendel dran:
Was passiert denn gerade in Euren Gärten? Habt Ihr größere Gartenprojekte am Laufen?
:: Sweet Goodness ::
Eins unserer Mama-Sohn-Rituale ist Marmeladekochen. Eigentlich ein bißchen seltsam, da wir alle keine Süßschnäbel sind, aber das Vorbereiten der Früchte und Gläser, das Rühren, mit dem wir gute Gedanken und Wünsche in das Fruchtmus hineinzaubern, der verführerische Duft und letztlich das Gefühl von “we did it!” ist einfach magisch.
Und Abnehmerinnen findet die Marmelade eigentlich immer
Kocht Ihr auch ein? Was sind Eure Favoriten? Mein persönlicher Marmeladehimmel ist Sauerkirsch-Chili…

















