Archiv: April 2012
:: Heißa, Walpurgisnacht! ::
Ich wünsche Euch allen ein schönes Walpurgis. Meins wird absolut unspektakulär: ich gehe heute mal wieder in den Baumarkt und später werden ein Boden verlegt und ein Rollokasten lackiert. So kann frau auch tanzen.
Dachte nach über “solange es niemandem schadet, tu, was Du willst”. Klingt gut, aber meistens wissen wir heute ja gar nicht mehr, was wir wollen und nicht nur wollen sollen. Ich erinnere mich an einen Sticker im Uni-Klo: “Wir sind frei und wild, aber kein Freiwild”.
:: WochenendRückblick ::
[Wetter] Hochsommerlich, einfach wunderbar. Heute Abend hat’s sich ein bissel bezogen.
[Gemacht] Migränisiert. Durch die Nacht gefahren. Den Töpfermarkt in Kandel besucht. Genäht.
[Bewegt] Vom Bett zum Klo und wieder zurück. Heute dann mit dem Rolli über Kopfsteinpflaster – das ist durchaus auch sportlich
[Gehört] Jean-Christophe Grangé: Die purpurnen Flüsse. War vom anderen Ende als dem im Film sehr angetan.
[Gelesen] Die Packungsbeilage meiner Migränemittel. Die Versendeliste unseres RowRobins. Jetzt isser gestartet.
[Getrunken] Leitungswasser, Darjeeling und einen mördersüßen BubbleTea Passionsfrucht – mah!
[Gegessen] Spargel mit Salzkartoffeln und Hollandaise. Edamame-Erbsen-Suppe. Lasagne Bolognese. Bratkartoffeln mit Rosmarin. Emmer-Frischkornbrei mit Erdbeeren.
[Gedacht] Ich habe darüber nachgedacht, wie ich die Zeitqualität von Walpurgis empfinde, nämlich ekstatisch, wild, ausufernd, lustvoll.
[Gelacht] Ich: “Ich versteh gar nicht, wieso mich alle anglotzen. Bin ich auffällig, oder was?”. Mein Mann: “Absolut.”
[Gefreut] Über unseren wunderschönen Garten, übrigens der struppigste und bunteste in der ganzen Straße. Ich liebe ihn. Über zwei richtig gute Nächte im Wasserbett. Und über die hohen Temperaturen.
[Geärgert] Über die Migräne. Hin und wieder kann ich sie hinnehmen, aber der April schlägt alle Rekorde.
[Gelernt] Zumindest kein Italiano.
[Gekauft] Ich war auf dem Töpfermarkt…need I say more? Aaah, ich bin so sterblich…!
[Spirituelles] Eine Göttin in unserem Vorgarten aufgestellt. Willkommen daheim.
[Und sonst so?] Eigentlich nix.
[Ausblick auf die nächste Woche] Laminat für den vorderen Küchenteil kaufen gehen, jippi! Vielleicht einen neuen Quilt beginnen?
:: Edamame-Erbsen-Suppe mit Pesto ::
Von dieser Suppe habe ich kein Photo gemacht. Stellt Euch einfach eine sehr grüne Suppe in einer Schale vor, daneben ein Löffel
Das ursprüngliche Rezept stammt von Celine Steen und Joni Marie Newman aus “Hearty Vegan Meals For Monster Appetites”. Hier kommt unsere Version:
1/2 Becher Mandeln ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis sie aromatisch duften. Zusammen mit 1/2 Becher Olivenöl, 2 Bund Basilikumblättern, Knoblauch nach Gusto und etwas Salz zu einem Pesto mixen.
2 Schalotten pellen, grob zerteilen und in etwas Rapsöl glasig braten. 500 g TK-Erbsen und 400 g TK-Edamame dazugeben und kurz mitanbraten, dann mit 1 1/2 l kräftiger Gemüsebrühe ablöschen. Aufkochen und 15 Minuten köcheln lassen. Das Pesto in die Suppe geben und einmal kurz mit dem Pürierstab durchgehen, so daß noch Stücke verbleiben.
Dazu hatten wir Baguettebrötchen, die mit Pesto und Tomatenscheiben belegt überbacken wurden.
Lipsmacking!
:: WochenRückblick ::
Diese Woche hatte es in sich! Deswegen gibt’s heute mal wieder einen WochenRückblick und demnächst noch einen für’s Wochenende.
[Wetter] Aprilwetter in Reinkultur. Ragnarök und der Garten der Lüste haben sich im Halbstundentakt abgewechselt. Die Natur freut’s: alles grünt und blüht.
[Gemacht] Gestern Abend ein vierstündiger Besuch in der Notfallambulanz, dessen Ergebnis ein schöner Gips und eine längere Zahngeschichte ist – unseren Sohn hat’s von der Schaukel geworfen. Ansonsten habe ich ein MittagessenDate mit meinem Mann gehabt, war auf dem Michelsberrig, habe photographiert, ein paar Dinge genäht, neue Rezepte ausprobiert, war in Karlsruhe unterwegs und habe ein paar lose Fäden eingefangen.
[Bewegt] Jeden Tag geradelt, zwischen 5 und 8 km. Täglich etwas Yoga. Außerdem habe ich meinen Armtrainer eingeweiht und festgestellt, daß mein Oberkörper Training bitternötig hat. Aua.
[Gehört] Jean-Christophe Grangé: Die purpurnen Flüsse. Lisa Jackson: Danger. Letzteres fand ich mal wieder fast unerträglich; vielleicht ist das so, wenn Liebesromanautorinnen Thriller versuchen?
[Gelesen] Paul McEuen: Spiral.
[Getrunken] Leitungswasser, Trinkkokosnüsse, Darjeeling, etwas Cola.
[Gegessen] Den besten Rahmblumenkohl aller Zeiten. Pasta mit TomatenAioli. Sehr scharfes Gemüse-Erdnuß-Curry (habe jede Menge Sambal Olek addiert – das war gut!). Emmer-Frischkornbrei mit den ersten Erdbeeren der Saison, die definitiv noch zu wenig aromatisch waren.
[Gedacht] Ich habe darüber nachgedacht, was ich auf welche Weise ändern will, um fitter zu werden. Ein gutes Gefühl.
[Gelacht] Über viel zu wenig. Aber wenn, dann zusammen mit den Männern. Wir haben echt nen abgründigen Humor.
[Gefreut] Über schöne Post. Über gute Gespräche und das Gefühl von inniger Verbundenheit. Über die Erkenntnis, daß ich in Krisensituationen klar denken und strukturiert handeln kann, ohne den Kopf zu verlieren.
[Geärgert] Über Wasserbettengedöne. Eigentlich sind Wasserbetten ja echt ultimativ toll, aber es ist schon unglaublich, wie nervtötend ein schlapper halber Liter zuviel oder zu wenig sein kann und wie groß die Unterschiede vom Liegekomfort her sind, abhängig davon, wo im Bett frau liegt. Und das ganze Kissen-Decken-Heizungstemperatur-Klimbim. Mannometer. Eigentlich will ich doch bloß pennen.
[Gelernt] Eine zu niedrig eingestellte Wasserbetttemperatur kann dazu führen, daß frau schwitzt. Eine zu hohe auch. Toll.
[Gekauft] Mein drittes veganes Kochbuch: Celine Steen & Joni Marie Newman: Hearty Vegan Mals For Monster Appetites. Ich liebe die Autorinnen. Und ich werde das Wochenende nutzen für veganen Schweinkram, muhahaha!
[Spirituelles] Gespräche mit Pflanzen und Kieseln.
[Und sonst so?] Ich brauche ne Rückenmassage. Und Tee. Und ne warme Decke und ne Katze. Immer noch Schneckenhauszeit.
[Ausblick auf das Wochenende] Töpfermarkt, renovieren, Kind verwöhnen, Spargel futtern.
:: Berg-inspiriert ::
Ging heute den Berg besuchen, der unter wilden Wolken lag. Zwischen den Weinstöcken gibt es viel mehr Vielfalt als noch vor wenigen Jahren. Entweder wird weniger gespritzt oder das “Unkraut” ist resistent geworden. Habe mich mit Erdhummeln, Wildbienen und Apfelblüten unterhalten und Knoblauchrauke gefunden. Der erste Waldmeister ist auch schon da, natürlich – Walpurgis ist ja nah.
Saß später vorm Haus und dachte über Verbitterung nach. Verbitterung ist ja ein erworbener Zustand, der meiner Meinung nach davon kommt, daß ich an etwas oder jemanden Ansprüche / Erwartungen habe, die sich nicht erfüllen. Wenn wir heute sagen “das Leben ist kein Wunschkonzert”, dann meinen wir, daß es das für uns eigentlich doch sein sollte – weil wir denken, es verdient zu haben, weil wir denken, daß wir gute Menschen sind, weil wir denken, daß wir es doch schon schwer genug hatten. Alles Schmarrn, finde ich. Ich habe die vielen Dunkelheiten in meinem Leben bestimmt nicht “verdient”, weil ich – monotheistisch / dualistisch gesprochen – so ein schlechter Mensch bin (obwohl ich auch keinen Wert darauf lege, Mrs. Nice zu sein), aber gerade die Krisen und Dunkelheiten lassen mich die Schönheit, die Lust, die Zufriedenheit inniger erleben. Insofern heiße ich meine Dunkelheiten willkommen und integriere sie, anstatt sie zu negieren. Negation führt immer zu Leid, und dafür habe ich nun wirklich keine Zeit.
Im Umgang mit anderen Menschen merke ich immer wieder, daß ich in der Kommunikation keine Umwege mehr gehe. Das ist mir viel zu anstrengend, zu lästig. Zum Beispiel habe ich im vergangenen Jahr, als ich auf vegan umstellte, das Gefühl gehabt, es sei dringend erforderlich, anderen nahzubringen, wie umweltschädigend und ungesund die Produktion und der Konsum von tierlichen Produkten sind. Die Diskussionen mit Omnivorinnen haben mich oft verzweifeln lassen, bis mir klar wurde, daß es überhaupt nicht um Argumente geht. Es gibt keine guten Argumente für die Produktion und den Konsum von tierlichen Produkten. Es ging bloß um Grundsatzfragen, um das, was sich angeblich schickt, was bequem, was gesellschaftlich ok ist, was wir als “normal” betrachten, weil wir es so eingeübt haben. Den Menschen, die im ewigen Eis wohnen, gönne ich übrigens ihr Robbenschnitzel. Da könnte ich jetzt all meine Energie reinstecken, Leute aufklären, meine guten Argumente anführen. Aber wozu? Diese Energie verpufft ins Nichts. Ich bin nicht dazu gemacht, mich ständiger Kritik, ständiger Konfrontationen und Diskriminierung auszusetzen. Mein Weg besteht im Genuß, in der Lust an veganer Nahrung, also teile ich hin und wieder meine Rezepte. Das ist viel kreativer und führt mir sogar noch Energie in Form von Freude zu.
Ich merke, daß ich Jammern nicht mehr aushalten mag. Jede hat schwache Momente, davon spreche ich nicht. Ich spreche von unserer JammerKultur, gepflegt bei Gesprächen im Arztwartezimmer, beim Kinderabholen auf dem Schulhof, beim Einkauf im Hofladen. Hauptsache, es gibt noch eine, der es schlechter geht, die mehr leidet, die ganz arm dran ist. Was für ein Mangelzustand! Ich bin nicht gesund, ich bin behindert, oft habe ich Schmerzen, aber ich bin heil und ganz und wach. Geht doch.
:: SchneckenhausZeit ::
Draußen schönstes Aprilwetter und ich nehme meine SchneckenhausZeit: Zeit zum Einschnurgeln, Zeit für Tee und warme Suppen, Zeit zum Nähen, zum Lesen und Krutscheln. Wenn gerade einmal die Sonne scheint, sitze ich flugs auf der Bank vorm Haus und nasche Brennesseln. Wenn es sich bezieht, bin ich fast versucht, den Kamin anzufeuern. ZwischenZeit, SchwellenZeit.
SchwellenZeit auch in meinem Leben. Ich frage mich, womit ich meine Lebenszeit verbringen möchte. Es ist Luxus und Fluch der Behinderung zugleich, daß ich niemals ins Lohnssklaventum eintreten werde. Womit will ich meine Zeit füllen? Sie ist mir zu kostbar, um sie nur rumzukriegen. Mir sagt niemand, was ich zu tun habe, was ich lernen und denken soll. Viel Raum in meinem Kopf.
Ich mache eine Wunschliste, was ich 2012 gern noch tun möchte. In den Urlaub fahren kann ich nicht, die Behinderung läßt grüßen. Also mache ich Pläne für Tagesausflüge: Freiburg, Blaubeuren, Tübingen. In Baden-Württemberg und Umland gibt es noch soviel zu entdecken, da muß ich nicht erst ein Flugzeug besteigen.
:: WellenTischläufer ::
Im Tausch gegen ein Weihnachtsgeschenk für meinen Mann (von dem ich hier kein Photo zeige…psssst!) habe ich für Hexenbesen einen Tischläufer genäht. Einzige Vorgabe: er soll 130 x 30 cm groß und weiß-türkis sein. Ich konnte mich also wunderbar austoben.
Das Läufer besteht aus 4 Blöcken, wobei die bunten Wellen alle auf unterschiedlicher Ebene endet, damit das Ganze nicht so langweilig aussieht. Hinterlegt mit Thermolam und füßchenbreit neben den Wellen gequiltet. Durch’s Weitwinkel sieht der Läufer auf dem Bild oben etwas winzig aus, aber er hat die gewünschten Maße
:: SofteisQuilt ::
Die Stoffe für diesen Quilt habe ich seit über zwei Jahren in meinem Stash gehabt, insofern ist er also ein weiteres Craft-From-My-Stash-Projekt.
Der SofteisQuilt ist etwa 40 x 52” groß. Hinterlegt mit gelbem Polarfleece. Locker gequiltet, damit er schön fluffig und kuschelig bleibt.
Ich tausche ihn mit Chrissie gegen Weihnachtsgeschenke
:: WochenendRückblick ::
[Wetter] Richtiges Aprilwetter: minutenweise dunkel und regnerisch, dann wieder sonnig, dann erneut Regen.
[Gemacht] Viele neue Rezepte ausprobiert. Mit meinem Mann einen Ausflug ins Aprilwetter gemacht. Rummykub gespielt. Genäht und einen Quilt beendet.
[Bewegt] Täglich geradelt, zwischen 5 und 10 km.
[Gehört] Kathy Reichs: Fahr zur Hölle. Dieses Hörbuch war echt schmerzhaft; die Stimme war nervtötend und die Handlung einfach nur konstruiert und langweilig. Jean-Christophe Grangé: Das Herz der Hölle. Wenn mir klar gewesen wäre, daß es das stark dualistische, christliche Weltbild zugrunde legt, hätte ich mir das Hörbuch nicht ausgeliehen (aber besser ausgeliehen als gekauft, nech?).
[Gelesen] Immer noch Mankell: Die Rückkehr des Tanzlehrers. Noch so ein schmerzhaftes Machwerk. Aber ich bin hartnäckig.
[Getrunken] Trinkkokosnüsse. Leitungswasser. Darjeeling. Ein Glas Spezi.
[Gegessen] Löwenzahn mit karamellisierten Zwiebeln. Minestrone. Pasta mit Tomaten und viel Knoblauch. Flammkuchen mit weißen Zwiebeln und Champignons. Scharfes Gemüsecurry mit Reis. Salätchen.
[Gedacht] Gar nicht so leicht, ein ansprechendes Hörbuch zu finden.
[Gefreut] Darüber, daß inzwischen so viele Bloggerinnen meinen Wochenrückblick machen
Und über meinen Badezimmer-Anstrich, hach ja.
[Geärgert] Über nix.
[Gelernt] Wie ich schlechte Stimmungen anderer an mir abprallen lasse. Also, vermutlich nicht so generell, aber ich hab wieder was dazugelernt.
[Gekauft] Eine Familienschachtel Trinkkokosnüsse. Einen Armtrainer.
[Spirituelles] Ahm?
[Und sonst so?] Seltsame Neumondstimmung, irgendwo zwischen Leere und Fülle. Ich lasse mich gerade einfach treiben.
[Ausblick auf die nächste Woche] Anstrengender Arzttermin, auf den ich null Bock habe. Ansonsten hoffe ich auf viel Zeit zum SeeleBaumelnLassen.
:: Werbung ::
Ich muß mal über Werbung reden. Vielleicht ist Euch, meinen geschätzten Leserinnen, schon aufgefallen, daß mein Blog frei von Werbung ist. Der Grund liegt darin, daß ich es höchst lästig finde, ständig überall mit Reklame beballert zu werden. Wenn ich ein Blog öffne, will ich das Blog lesen und keine Anzeigen. Vielleicht hängt das auch mit meiner Auffassung von Konsum zusammen: ich kaufe das, was ich wirklich brauche, der Rest interessiert mich nicht. Und ich geh auch immer nur mit Zettel einkaufen.
Gerade bei den veganen Blogs fällt mir immer öfter negativ auf, wie sehr diese mit Werbung vollgepflastert sind. So nach dem Motto: “falls es auf diesem Planeten tatsächlich noch eine Veganerin geben sollte, die es noch nicht weiß: Keimdings ist der allerbeste Versand überhaupt – husch, husch, bestellt da was, damit ich meine Prozente / Testgeräte / Kram kriege!”. Ich finde, daß das suggeriert, daß Veganismus nur dann (oder nur dann zufriedenstellend / hip / ästhetisch / gesund / setz-ein-was-Du-magst) funktioniert, wenn frau ne Menge Kohle für Geräte oder SuperFoods ausgibt. Das zumindest ist nicht das Anliegen meiner Art von Veganismus. Ja, ich habe mir einen total tollen Blender gekauft (übrigens ohne Prozente zu kriegen), und ja, ich finde ihn für meinen einigermaßen vollwertigen Veganismus total praktisch, und ja, dafür habe ich auch ungefähr dreißig andere Küchengeräte rausgeworfen, die ich eh nie benutzt habe, aber ich würde nie behaupten, daß es ohne ihn nicht möglich sei, vegan zu essen. A Schmarrn is des.
Wirklich genervt haben mich aber mehrere Mails, die ich in letzter Zeit bekommen habe. Natürlich waren alle höflich formuliert (das erwarte ich im Übrigen auch, wenn schon jemand eine Mail an die Addy schreibt, die ich hier im Impressum hinterlegt habe), aber alle hatten ein Anliegen: Werbung auf meinem Blog. Mit dabei waren Sachen, bei denen ich mich schon frag, ob die Menschen, die mir gemailt haben, mein Blog jemals gelesen haben. Klingt hier an, daß ich einen Faible für die Reisebrance habe, ständig neue Diäten ausprobiere oder ein Fashionjunkie bin? Wenn ja, muß ich wohl mal ernsthaft über meine Formulierungen nachdenken. Besonders sauer macht es mich, wenn mit sehr billigen Psychotricks versucht werden soll, sich Webspace auf meiner Seite für Werbung zu sichern (“da Dir ja gesunde Ernährung am Herzen liegt, möchtest Du unsere Diät-Seite bestimmt unterstützen und einen Artikel über uns schreiben” – ähm, nein!).
Bislang habe ich auf jede dieser Mails reagiert, aber nachdem das in letzter Zeit verdammt viele werden, lasse ich das ab sofort. Ich seh das so, daß mir dieser Kram meine Lebenszeit entzieht.
Mich brachte das alles aber auch dazu, mal über meinen Blog nachzudenken. Mein Mann sagt, ich könnte mich eigentlich von diesen WerbungsMails geschmeichelt fühlen, weil mein Blog offenbar viel gelesen wird (wird er tatsächlich) und meine Ansichten nicht wurscht sind. Ok, das ist freilich sehr nett. Schreiben würde ich aber auch….nein, ich tat es bereits, als ich nur drei Leserinnen hatte. Schreiben ist eins meiner Grundbedürfnisse. Ich freu mich immer über Eure Rückmeldungen. Beim Bloggen Im Leben habe ich an mich selbst den Anspruch, nicht korrumpierbar zu sein. Wenn ich hier Werbung für Zeug machen würde, hinter dem ich nicht stehe, dann wäre das eine Lüge und ich denke, es würde meine Freude an meinem Blog und dessen Qualität deutlich senken, mit dem Effekt, daß ich irgendwann wohl ganz aufhören würde. Werbung ist für mich ein Teil des Systems, welches ich nicht tragen will. Werbung, wohlgemerkt. Empfehlungen, Mundpropaganda finde ich wichtig, aber ich kann doch wohl nur empfehlen, was ich selbst getestet und für richtig gut befunden habe. Außerdem will ich keine Unternehmen unterstützen, die eh schon reich genug sind bzw. Monopolstellungen genießen. Ich bin für Vielfalt. Meine Meinung ist nicht käuflich
Wie seht Ihr das, auch wenn Ihr selbst blogt? Nervt Euch Werbung in Blogs? Findet Ihr sie gut? Werbt Ihr auf Eurem Blog für etwas? Wenn ja, für was und warum?










