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Archiv: Oktober 2011

:: Immer wieder der Berg ::

Die Zeitumstellung hat auch etwas Gutes: ich war sehr früh wach und ausgeschlafen obendrein. Mein Mann, mein Sohn und ich sind auf den Michelsberrig gefahren. Dieser Ort lockt mich immer wieder. Frühnebel, Hochnebel, Tau auf den Gräsern.

Haben Fallobst aufgelesen, goldene Birnen und Äpfel, die so rot leuchten, daß sie schon fast künstlich aussehen.

Auf dem Rückweg durch’s Dorf haben wir Brötchen und Laugenbrezel gekauft. Letztere sind hier vegan und ohne Schweineschmalz, damit sie auch für Muslime eßbar sind, sagt die Bäckerin. Finde ich großartig.

Und jetzt wird gefrühstückt.

Amala Krähenfeder, 31.10.2011, 12:17 | Abgelegt unter: Unterwegs | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: WochenendRückblick ::

[Wetter] Gestern sehr sonnig, heute eher bedeckt und diesig. Herbscht eben :)

[Gemacht] Stoffmarkt besucht und natürlich fündig geworden. Jetzt schwirren mir viele Projekte durch den Kopf :) Essen gegangen. In der Pfalz gewesen. Mir wieder eine Glatze scheren lassen.

[Gehört] Das Hörbuch “Die Chemie des Todes” von Simon Beckett.

[Gelesen] Ein bißchen in “Die Beichte” von Meg Gardiner. Und “Der Knochendieb” von Thomas O’Callaghan. Der war echt schlecht.

[Getrunken] Wasser, Darjeeling. Wie immer.

[Gegessen] Siehe mein letzter Blogeintrag :) Außerdem einen riiiiesigen Rohkostteller.

[Gedacht] Wir sollten mal wieder Raclette machen.

[Gelacht] Ein bißchen.

[Gefreut] Über liebe Post. Über die entspannte Stimmung auf dem Stoffmarkt – war definitiv bisher der schönste Besuch dort.

[Geärgert] Über nichts.

[Gelernt] Druckfrei klappt’s besser.

[Gekauft] Stoff: 2,5 m Batik, 6 Stoffpäckchen, 5 m Gardine und 2 m Feincord. Ansonsten 15 kg Obst und 4 kg Gemüse.

[Spirituelles] Leider gar nichts, aber die Woche wird der Altar umgeschmückt.

[Und sonst so?] Ich will, daß unser Holzofen endlich angeschlossen wird. Menno.

[Ausblick auf die nächste Woche] Renovieren, hoffentlich ein bißchen ausflugen und nähen.

Amala Krähenfeder, 30.10.2011, 19:16 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Kloster Maulbronn & Sehnsuchtsküche ::

Gestern waren wir nachmittags im Kloster Maulbronn. Nach dem obligatorischen Besuch bei der Kräuterhexe (deren Laden ich supergemütlich, aber deren Preise ich echt ungerechtfertigt finde….so als kräuterverarbeitende und gewürzmischende Frau, die ich bin) sind wir über das Gelände spaziert und haben Photos gemacht. Ich bin immer wieder von den lichtstarken Objektiven meines Mannes fasziniert, aber was will ich mit einer Kamera, die ich nicht mal heben kann? *seufz*

Am Abend waren wir das erste Mal in der Sehnsuchtsküche in Mühlacker, einem veganen und antialkoholischen Restaurant. Es ist supergemütlich eingerichtet und hat eine tolle, gastliche Atmosphäre. Der Service ist sehr aufmerksam und auskunftsfreudig. Sonderwünsche werden gern erfüllt.

Zur Vorspeise hatte ich einen Saisonsalat, der aus Lollo bianco, Möhren-, Sellerie-, Beetenrohkost, Kartoffelsalat und Kichererbsensalat bestand – mah, war das gut! Leider ist das Photo mit dem Salatteller erst gemacht worden, als er schon ein wenig geplündert war *hüstel*

Als Hauptgericht hatten wir Großen Dinkelseitan-Cordon-bleu mit Käsespätzle und Sauce. Ja, und genau das war mein Fehler. Nach dem Verputzen des Salats signalisierte mein Körper mir ziemlich eindeutig: MEHR DAVON! SOFORT!, doch ich orderte das Cordon bleu. Teils weil ich fand, daß es wirklich lecker klang, teils wohl auch aus “Gruppenzwang”, will sagen: weil ich mir komisch vorgekommen wäre, nach dem kleinen Saisonsalat noch einen großen zu bestellen und weil eben alle ein warmes Gericht nahmen. Die Portion war mehr als reichlich, allerdings fehlte mir sozusagen das Hauptnahrungsmittel, nämlich Gemüse. Das Cordon bleu an sich war sehr zart, kross paniert und ansprechend gewürzt, doch war das Essen extrem mächtig, so daß ich rund die Hälfte meiner Portion an die Männer verteilte.

Zum Nachtisch hatte ich Schoko- und Kokoseis, auch sehr lecker. Wird übrigens aus Sojamilch gemacht.

Als ich mich später daheim hinlegte, war mir einfach nur übel. Das Essen lag mir wie ein Brikett im Magen – besser wurde es leider noch nicht mal durch Erbrechen und Durchfall. Die halbe Nacht lang träumte ich von Salat, Rohkost, Smoothies und Kräutern – also ehrlich mal ;)

Was mich das gelehrt hat? Der Körper hat immer recht. Ich muß nur noch lernen, auf ihn zu hören, so richtig und in jeder Situation.

Zum Thema Barrierefreiheit: die Außenanlage des Klosters ist für Rollstuhlfahrerinnen geeignet, wenn auch die vielen Abwassergräben etwas lästig sind. Die Läden sind im Großen und Ganzen für Rollis nicht erreichbar, wohl aber für Gehbehinderte, die mit Stock oder Krücken unterwegs sind. Die Sehnsuchtsküche befindet sich im ersten OG, leider ohne Aufzug.

Amala Krähenfeder, 30.10.2011, 14:18 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung,Unterwegs | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

:: Grüne Smoothies ::

Seit etwa einer Woche besteht eine meiner vier täglichen Mahlzeiten aus rund einem Liter grünem Smoothie. Inspiriert dazu hat mich das Buch “Vitalrohvolution” von Victoria Boutenko, von dem ich neulich schon schrieb. Daß frisches, am besten wildes Grün essentiell ist, war mir eigentlich schon immer klar und wird mir dank meines Sohnes auch immer wieder bewußt gemacht. Was ich bislang nicht wußte: im Kleinkindalter wird in einem recht schmalen Zeitfenster, das gerade mal zwei, drei Monate überspannt und direkt nach der reinen Milchkostphase einsetzt, für das ganze Leben festgelegt, welche Art von Nahrung und Speisen wir bevorzugen (Quelle: Victoria Boutenko, s.o.). Insofern erklärt sich mir, wieso mein Sohn natürliche Rohkost liebt und danach giert, während ich teilweise echt Schwierigkeiten habe, rohes Obst und Gemüse herunterzubringen – er hat von Anfang an keinen Zucker bekommen, dafür aber viel Obst und Gemüse und volles Korn, ich hingegen “durfte” jede Menge Zucker vertilgen (Säfte, Limonaden, Süßigkeiten etc.). Die Sache mit der frühkindlichen Prägung war für mich in dieser Woche echt ein Augen- oder vielmehr ein Herzensöffner, denn ich habe mir mein ganzes Leben lang anhören dürfen, daß ich zu dick sei (meist war das nur viiiiiiel charmanter formuliert *hüstel*). Kein Wunder! Für die frühkindliche Prägung war ich ja nicht selbst verantwortlich, sondern diejenigen, die für mich eingekauft und Speisen zubereitet haben. Ich will damit gar nicht die Verantwortung für mein Eßverhalten heutzutage abgeben, aber irgendwie ist es schon sehr befreiend, zu verstehen, was Prägung mit einer anstellt.

Die grünen Smoothies sind für mich ein genußvoller Weg, mehr Rohkost und vor allem mehr rohes Grün zu mir nehmen. Seit ich auf vegan umgestellt habe, hatte ich ja eh schon immer einen Jieper auf Salat, doch ist es scheinbar so, daß unser Grünbedarf mit etwas Salat einfach nicht gestillt werden kann – offenbar hat das auch was damit zu tun, daß wir schlicht zu schlappe Kiefermuskeln haben und die Grünkost gar nicht lange und gründlich genug kauen und damit aufschlüsseln können. Durch das Pürieren der Grünkost wird mir dieser Kauvorgang praktisch abgenommen, so daß ich die enthaltenen Nährstoffe gut umsetzen kann. Zum Vorverdauen behalte ich jeden Schluck Smoothie eine Weile im Mund (kauen braucht frau ja eigentlich nicht) und speichele ihn ein, bevor ich ihn schlucke.

Was hat sich in der einen Woche mit grünem Smoothies verändert? Zunächst einmal hat sich ein akuter Schmerzzustand deutlich verbessert. Ich führe das insofern auf die Smoothies zurück, weil dieser Zustand sich zuvor einige Wochen hartnäckig gehalten hat (und ich esse beileibe keinen Crap) und sich nach zwei Tagen mit Smoothies zu lösen begann. Ich habe mehr Energie, obwohl ich weniger Sonnenlicht abbekomme als in den Monaten zuvor (das macht sich vor allem darin bemerkar, daß ich weniger Schlaf brauche, was ich aus dem Herbst sonst gar nicht kenne). Ich fühle mich geistig wacher und rühriger. Und mein Körper zeigt mir auch, daß es ihm guttut – die Hosen passen besser, der Blutzuckerspiegel ist stabiler und meine Haut ist reiner.

Meine bisheriger Favoriten sind:

  • Feldsalat, Endivie, Birne, blaue Weintrauben, Clementine
  • Mangold, Mango, Birne, Zitrone, Dattel.
Die Smoothies schmecken, wenn frau sie gemäß der fünf Geschmacksempfindungen süß, sauer, salzig, scharf und bitter zusammenstellt, sehr ansprechend. Für die Herstellung eines Liters Smoothie brauche ich gerade mal fünf Minuten (incl. der Reinigung des Blenders).
Amala Krähenfeder, 28.10.2011, 13:35 | Abgelegt unter: Ernährung | RSS 2.0 | TB | 3 Kommentare

:: Schönes Orakeldeck gesucht ::

Heute brauche ich mal die Mithilfe von Euch, liebe orakelnde Leserinnen. Ich suche nämlich ein schönes Orakeldeck – also kein Tarot, auch kein Lenormand. Mein liebstes Orakeldeck bisher ist das Rabenorakel von Gabi Bücker, ansonsten benutze ich meist ein selbstgemachtes Deck. Aber Samhain naht und ich brauche mal neuen Input :)

Mit welchen Orakeldecks arbeitet Ihr gern? Welche könnt Ihr empfehlen?

Amala Krähenfeder, 26.10.2011, 14:01 | Abgelegt unter: SchaMagisches | RSS 2.0 | TB | 13 Kommentare

:: Monatsblöcke im Oktober ::

Von Giuliana habe ich diese pfiffige Teekanne bekommen:

Und von Nähhexe diesen NYB:

In Wahrheit leuchten beide Blöcke viel mehr, die Bilder sind irgendwie zu dunkel geworden.

Herzlichen Dank, Ihr beide, auch für die lieben Worte und Beigaben :)

Amala Krähenfeder, 26.10.2011, 13:37 | Abgelegt unter: Täusche | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Rohkost & Behinderung ::

Ich lese gerade das bemerkenswerte Buch “Vitalrohvolution” von Victoria Boutenko. Bemerkenswert finde ich es insofern, als daß sie sehr ehrlich schreibt und mich als da abholt, wo ich gerade bin: schwer an Rohkost interessiert, aber voller Zweifel. Naja, und voller Vorbehalte gegen so manche rohe “Köstlichkeit” (denke immer noch mit Schaudern an meine rohen Zucchinispaghetti mit roher Tomatensauce – das war echt schrecklich *lol*). Sie erzählt davon, wie sie und ihre Familie sich von Krankheiten und Malässen geheilt haben, bloß durch den Umstieg auf Rohkost. Vor einem halben Jahr hätte ich darüber gelächelt und das als propagandistischen Schwachfug abgetan, doch inzwischen habe ich erfahren, welche enormen positiven Veränderungen die Umstellung auf vegan gebracht haben, so daß ich mir durchaus vorstellen kann, daß sich bei der Umstellung auf roh nochmal einiges mehr bewegt. Dazu mal eine kleine Anekdote: ein Bekannter von mir hat Diabetes II. Da er stark übergewichtig ist, haben sämtliche Ärzte, die ihn wegen der Diabetes behandelt haben, gleich abgewunken, so nach dem Motto “der wird sich eh nie ändern”. Ungefähr zur selben Zeit wie ich hat er auf vegan umgestellt und damit begonnen, sich mehr zu bewegen. Es sind jetzt gerade mal knapp sechs Monate vergangen. Er hat 25 kg Gewicht verloren und spritzt so gut wie kein Insulin mehr. Seine Ärzte können seine Traumwerte kaum fassen und einer meinte, er würde jetzt immer bei seinen anderen Diabetespatienten mit ihm angeben *lol* Keine Ahnung, für wie vertrauenswürdig Ihr, meine lieben Leserinnen, mich haltet, aber das ist keine fiktive Story, sondern tatsächlich passiert (aber das behaupten vermutlich alle Autorinnen).

Mich spornt das an, mich weiterhin mit gesunder Kost zu beschäftigen. Inzwischen bin ich davon überzeugt, daß ein erhöhter Rohkostanteil mir guttut. Ich glaube ja, daß der Körper über eine ureigene Weisheit verfügt, die wir oft einfach gar nicht mehr wahrnehmen, teilweise weil wir ihm mit minderwertiger Kost aus denaturalisiertem Zeug (Weißmehl, Zucker, Nahrungsmittelkonzentrate, …) wörtlich das Maul stopfen, teilweise weil wir vielleicht nie gelernt haben, seine Stimme wahrzunehmen (durch Erziehung, Konditionierung, Medien, …) und teilweise weil wir vielleicht auch Angst haben, mit ihm in Kontakt zu treten. Das Verrückte an uns Menschen ist ja, daß wir ziemlich oft Dinge tun, von denen wir wissen, daß sie uns schaden – da ist es dann einfacher, die Wahrnehmung der Körperweisheit als irre abzutun, anstatt ihr zu lauschen. Jedenfalls sagt mein Körper mir seit ein paar Wochen ganz deutlich, daß er kein Brot möchte, sondern Obst, Gemüse, Grünzeug. In den meisten Fällen koche ich das Gemüse, manchmal auch das Obst (z.B. in Crumbles oder Kompotten). Warum eigentlich? Weil ich das so gelernt habe, von kleinauf. Weil ich mit vielen gekochten Speisen Erinnerungen verbinde, die ich mag oder die mir guttun. Weil mich so manche gekochte / gebackene Speise tröstet. Nahrung ist ja so viel mehr als bloße Aufnahme von Vital- und Nährstoffen, sie hat einen großen psychosozialen Aspekt. Gerade für Menschen, die mit anderen zusammenleben, die sich eine Rohkosternährung nicht vorstellen können.

Rohkosternährung kitzelt mich gerade total. Vielleicht auch deswegen, weil ich mir eine 100%ige Umstellung auf roh einfach nicht vorstellen kann. Wieso blockiere ich da so? Wieso kriege ich das nicht hin? Will ich das überhaupt hinkriegen um der Rohkost willen oder weil ich das als Herausforderung ansehe? Argh.

Victoria Boutenko schreibt in ihrem Buch, daß es ein paar Dinge gibt, die die Umstellung auf roh wirklich erschweren – an erster Stelle nennt sie direkt die Abhängigkeit von anderen und Behinderung. Zoink, da hat sie bei mir ins Schwarze getroffen. Ich bin nicht mehr so behindert, daß ich bettlägerig wäre oder mich füttern lassen müßte, aber wenn roh, dann bitte richtig – und das heißt für mich: mit viel wildem Grün. Wie soll ich wildes Grün sammeln? An den Wochenenden, wenn mein Mann mich samt Rolli einladen und in den Wald oder die Felder bringen kann, ist das kein Problem und dann genieße ich die frische Luft und die Wildkräuter. Aber in der Woche, wenn die Männer spät am Abend heimkommen? Das ist schlicht nicht möglich. Und mit dem Rolli kann ich auch nicht querfeldein / querwaldein, sondern muß immer auf den Wegen bleiben. Und welche mal versucht hat, sich aus dem Rolli zu einem bodennah wachsendem Kraut runterzubeugen, hat wahrscheinlich auch schon die Vorzüge einer Rückenverknacksung erleben dürfen. Eine Möglichkeit, an wildes Grün zu kommen, ist jedenfalls der eigene Garten. Da soll auf jeden Fall viel Grünzeug angebaut werden bzw. wachsen dürfen (einiges ist schon vorhanden, z.B. Löwenzahn, Brennessel, Himbeerhecke, Erdbeeren, …), an das ich dann auch einfach herankomme. Eine andere Möglichkeit besteht für mich in “Kulturgrün”, also angebauten Kräutern, Salaten und Kohlsorten. Die kann mir mein Mann auf dem Heimweg im Hofladen holen und ich kann daraus meine Rohkost machen.

Ein Aspekt, der mich auch immer etwas traurig stimmt, ist die Sache mit der Bewegung. Viele Rohköstler, gerade solche, die viel wildes Grün essen, schwören auf Bewegung und Training. Hach ja. Ich habe früher Leistungssport gemacht, vier- bis fünfmal die Woche trainiert. Heute radle ich ein bißchen auf meinem Behindi-Hometrainer. Ich will das gar nicht schmälern, denn das Radeln tut mir sehr gut, doch es ist eben was ganz anderes als der schweißtreibende Sport, der mich so gefordert hat. Als Behinderte ein Fitness-Studio zu finden, wo es Maschinen gibt, die auf meine Bedürfnisse passen, ist schlicht unmöglich. Meistens scheitert es schon an den Umkleiden und den Duschen, dazu dann noch meine großflächigen Transplantate, die das Benutzen bestimmter Maschinen nicht zulasssen – und Ende. Es fehlt mir, lange Spaziergänge zu machen, das habe ich früher echt geliebt. Ich hatte auch nie das Problem, mich nicht aufraffen zu können. Ganz im Gegenteil, ich habe immer mit den Füßen gescharrt, bis ich endlich zum Sport konnte. Wodurch soll ich fehlende körperliche Fähigkeiten ersetzen? Bisher fällt mir dazu nix ein.

Amala Krähenfeder, 24.10.2011, 12:40 | Abgelegt unter: Behinderung,Ernährung | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare

:: WochenendMachungen ::

Fühlte mich kalt und unbehaglich am Morgen. Unser Holzofen ist noch nicht angeschlossen und darum saß ich in zwei Deckel gemuckelt und mit Strickmütze auf meinem Kuschelsessel, schrieb Tagebuch für das Schattenbuchprojekt, las Interessantes über Rohkost und ließ mich von Ivy bemurkeln.

Beim Frühstück ereilte mich wieder einmal die Brotunlust. Mein Mann schlug vor, ich sollte mir doch eine Kraftbrühe kochen, weil ich auch so erschöpft aussähe (bin ich ja auch). Also Kohlraben, Staudensellerie, Lauch und Karotten zusammen mit Lorbeerblättern und Petersilie ausgekocht, zwei Stunden lang. Aus rohköstlicher Sicht ein Unding, aus Sicht der TCM der Knaller. Ich finde sie lecker und schlürfe sie genußvoll.

Nachmittags in unserem Heimatdorf unterwegs gewesen. Die DHU baut hier einen Teil ihrer Pflanzen an. Das Gelände sieht aus wie ein Lehrgarten, will mich da unbedingt mal schlau machen, ob es Führungen gibt. Lustig: das Aconit, das mich schon vor x Erkältungen bewahrt hat, kommt direkt von hier. Grüße von daheim. Hier mal was dazu. 

Die Männer waren fleißig, haben Lattungen verschraubt, Türen abgeschliffen, Rigipswände aufgestellt, alte Ofenlöcher verputzt. Ich habe nur ein bißchen Stoff zugeschnitten. Am Spätnachmittag haben wir Lebkuchen gebacken, nach diesem Rezept hier. So lecker! Bloß schmeckt frau den Zucker nicht raus, obwohl soooo viel drin ist. Aber veganer Lebkuchen ist nicht so oft zu finden und der hier ist praktisch vollwertig. Naja, fast. Vielleicht. Ein bißchen.

Abends dann wieder gelesen und Tee geschlürft. Die Männer werkeln noch immer, ich höre ihnen nur zu.

Denke darüber nach, wie viel ich gerade wem von mir geben mag. Fühl mich heute schwer und müde, auf eine gute Weise.

Amala Krähenfeder, 23.10.2011, 19:13 | Abgelegt unter: Machungen | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: NikolausStrumpf ::

Hab ich nicht letzt noch rumgejammert, wie wenig lustvoll das Nähen gerade für mich ist? Ich glaube, ich hatte gestern einen kleinen Durchbruch. Eigentlich wollte ich diesen Nikolausstrumpf für einen Swap nähen, aber jetzt wo er fertig ist, habe ich beschlossen, daß er bei mir bleibt. Bin total verliebt.

Inspiriert hat mich diese Anleitung hier, nur daß mein Schneemann etwas schlanker ist und – wie ich es empfinde – ein bißchen melancholischer aus dem weißen Frack guckt.

Den Hintergrund bildet japanisches Leinen, Augen und Knöpfe bestehen aus Winzi-Perlen, die gesamten Applikationen aus Stoffresten. Auf der Strumpfrückseite wollte ich anfangs auch etwas applizieren, aber sie darf jetzt so leinig bleiben, wie sie ist.

Nikolaus, Nikolaus, komm in unser Haus (and carry some fabrics with you).

Amala Krähenfeder, 22.10.2011, 11:37 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: KürbisKissen ::

Japanisches Leinen zählt im Moment zu meinen größten Inspirationsquellen. Ich liebe seine Textur, seine Farbe und die Möglichkeiten, die es bietet. Gerade Applikationen finde ich auf dem Leinen einfach umwerfend schön, so ausdrucksstark und leuchtend.

Die Kissenhülle mißt 40 x 40 cm. Hintergrund aus japanischem Leinen, Applikationen und Rückseite aus Patchworkstoffen und Binding aus Batikstoff.

Schade, daß die Sonne nicht geschienen hat, als ich das Bild gemacht habe – dann hätte das Kissen noch mehr geleuchtet.

Amala Krähenfeder, 21.10.2011, 13:01 | Abgelegt unter: Zaubergarn & Sticheleien | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare
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