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:: Was will ich eigentlich?! ::

Am Morgen habe ich einen Brief von meiner Schwiegermutter im Kasten. Sie schreibt, daß sie ja sooo lange nix von uns (blöde Kuh – von mir, denn ich bin die Einzige, die diesen Zirkus noch mitmacht) gehört habe. Ach, was für ein Zufall. Da wird mein letzter Brief, in dem drinstand, daß weder mein Sohn noch mein Mann Lust auf Kontakt haben, wohl einfach abhanden gekommen sein. Man hat ja auch schon Pferde kotzen sehen.

Wenig später flattert mir eine Mail ins Haus, daß ich mit meiner Unterschrift helfen soll, irgendwelche Orang Utans zu retten. Mails, auf die ich warte, kommen hingegen nicht.

Später am Tag bin ich mit merkwürdigen Kommunikationsformen konfrontiert und wundere mich darüber, was manche Leute für ein Gespräch halten. Ich stecke in einer Situation, aus der ich nur mit viel Aufwand entkommen könnte, und zwinge mich daher, die letzten zehn Minuten auch noch auszuharren. Letztlich war’s zuviel, ich bin klapprig und habe Kopfschmerzen bekommen.

Beim Einkaufen würde ich gern etwas mitnehmen, in dem Palmöl drin ist. Herrje, die Orang Utans.

Und dann passiert’s. Ich fühl’s kommen. Die Welle, die ich reiten will, baut sich auf. Reißt mich mit.

Ich bin so wütend!!

Verdammt nochmal!

Ich habe keinen Bock mehr, meiner Schwiegermutter zu schreiben. Es gibt keinen Menschen auf diesem Planeten, der mir gleichgültiger wäre, und sie verdient nach dämlichen “Du bist eine schlechte Mutter, weil Du behindert bist”-Sprüchen (die ich natürlich gaaaaanz falsch verstanden habe….nein, die sie nie gemacht hat!) nicht mal mehr, daß ich überhaupt an sie denke. Und diese verdammten Orang Utans, die für Palmöl sterben! Orang Utans! Hier in den Vogelparks leben Fasane, die eine Vollmacke durch Hospitalismus haben, obwohl es in freier Wildbahn Fasane zu bewundern gibt. Palmöl, ist das echt mein Problem?! Ganz Baden ist voll von Rapsfeldern für “Bio-Sprit”, aber anstatt mit den Landwirten hier ins Gespräch zu kommen, soll ich die 2 Gramm Palmöl boykottieren, die in einem indischen Maisfladen drin sind. Und diese abgefuckte Weise, miteinander (nicht) zu kommunizieren! Nein, ich will nicht jeden Scheiß hören. Ich habe keine Lust auf das Gejammer von Leuten, die ernsthaft meinen, Heilung wäre etwas, das einem in den Schoß fällt und für das man nicht mal seinen eigenen Arsch in Wallung bringen muß. Gelaber und Lärm können auch übergriffig sein. Und das um mich herum, das ist MY FUCKING SPACE!

Ich will meine Ruhe. Ruhe vor Leuten, die mir einfach nur auf meine 400.000 Eier gehen oder mir mit Müll und Unsinn das Hirn zerschradeln. Ich will meine Ruhe vor Leuten, die nur abgreifen, was sie von mir brauchen können. Ich will mich auf meinen Lebensbereich fokussieren und endlich diesen Irrglauben ablegen, ich könnte die ganze Welt retten, wenn ich nicht mal die Muße habe, mich selbst vor Energievampiren zu retten. Und ich will diese verdammten Maisfladen!

Das ist auch Yoga, by the way.

Amala Krähenfeder, 22.05.2013, 19:55 | Abgelegt unter: Yoga | RSS 2.0 | TB | 13 Kommentare

:: 40 Tage Yoga, Teil 3 ::

40TageYoga

Tag 6 – die heutige Kriya (“Körperenergie in Winkeln”) hat mich richtig wütend gemacht. Ich habe mir zwar bewußt ein Set ausgesucht, das mich herausfordern würde, aber gleich bei der ersten Übung komme ich an meine Grenzen. Ich kann auf der Seite liegend mein eines Bein nicht im gewünschten Winkel anheben, weil der Muskel, den ich dafür bräuchte, amputiert ist. Also hebe ich mein Bein in einem etwas anderen Winkel an – und dennoch nervt mich das. Bei den nachfolgenden Übungen verschlechtert sich meine Laune rapide. Ich kann mich nicht auf den Fingerspitzen und Fersen balancierend aus dem Liegen hochdrücken. Ich habe keine Kraft, in der Kobra mit angewinkelten Knien so eine Art Liegestützen zu machen. Ich gebe zwar in jeder Übung mein Bestes, werde heute aber radikal mit dem Gefühl konfrontiert, einfach nicht gut genug zu sein. Und dann, während ich grantig und gefrustet einem zornigen Heulanfall entgegenübe, löst sich das einfach auf. Ich denke an Yogi Bhajan, der gesagt hat: es gibt keinen Stillstand, Du verbesserst Dich ständig. Tatsächlich hätte ich mich vor ein paar Wochen noch überhaupt nicht an so ein Set rangewagt. Vor einem Jahr war ich nicht mal fähig, ein paar Sekunden in Bauchlage zu ertragen. Wenn das kein Fortschritt ist! Am Ende sitze ich dümmlich grinsend in meiner Meditation und bin ganz wieder zuFRIEDEn mit mir selbst.

Tag 7 – heute ist es spät geworden, bis ich Zeit für Yoga gefunden habe. Ich mache ein paar einzelne Asanas, um ganz gezielt meinen verspannten Rücken zu lockern, sitze dafür länger in der Meditation. Ich spüre, daß sich Migräne anbahnt, und versuche, dem Unausweichlichen so gelassen wie möglich entgegenzusehen. Wird schon.

Tag 8 – am Morgen, direkt nach dem Aufwachen, war die Migräne da. Da hilft nur Tablette einwerfen und liegen bleiben. Ich schlafe noch drei Stunden und bin danach zwar verknackst und ein bißchen neben den Puschen, aber durch die gelassene Grundstimmung war der Anfall nicht so schlimm. Beim mittäglichen Frühstück wird dann noch mehr Gelassenheit von mir erwartet: mein Sohn hat mal wieder in sechs wachen Stunden keinen einzigen Tropfen getrunken und entgegen unserer Absprache kein Mathe gemacht. Ich spare mir jede Diskussion und ziehe einfach Familientaler* ab. Meine Partner gehen abends ins Kino und da mir selbst nicht der Sinn nach einem Film steht, mache ich Yoga. Die heutige Kriya (“wie Engel werden”) hat es faustdick hinter den Federn. Während ich auf meinen Yogahocker eindresche und “HAR!” chante, löst sich eine Menge und am Ende strahle ich selig vor mich hin.

* Familientaler sind eine familieninterne “Währung”. Mein Sohn kann sie sich verdienen, indem er kleine Aufgaben wie z.B. Katzenklos machen, sein Zimmer gründlich aufräumen, den Tisch decken etc. übernimmt. Ausgeben darf er sie dann für Goodies wie einen Film gucken (1 x die Woche), Süßigkeiten, gemeinsames Spielen mit uns Großen oder – wenn er eine bestimmte Anzahl angespart hat – für größere Aktivitäten wie einen Besuch im Spaßbad, im Kino oder so. Ausgeben muß er sie auch für Regelbrüche, beispielsweise wenn er nicht trinkt, seine Hausaufgaben nicht macht oder lügt. Diese Familientaler haben wir seit dem Sommer 2012 und für uns haben sie sich als einziges Belohnungssystem erwiesen, das nachhaltig funktioniert. Und: sie ersparen uns Großen eine Menge Gerede.

Tag 9 – ich habe mir eine Erkältung eingefangen, die sich gar nicht erst die Mühe machst, sich langsam zu steigern, sondern direkt mit dichten Nebenhöhlen, Naselaufen und Telefonsexstimme zur Sache kommt. Den Nachmittag verbringe ich im Museum, den Abend hänge ich matt auf meinem Kuschelsessel rum. Als ich mich so gegen 1 Uhr nachts in mein Zimmer zurückziehe, bin ich nur einen Moment lang versucht, Yoga Yoga sein zu lassen, bevor ich auf meinem Kissen sitze. Heute mache ich eine Kriya, um Streß loszulassen, und das intensive Atmen tut mir gut. Als ich gegen 1.45 Uhr ins Bett krabble, geht es mir besser als zuvor und ich schlafe zehn Stunden wie ein Murmeltier.

Tag 10 – Nase und Hals sind zu und ich fühle mich bleischwer und müde. Erkältet halt. Mein tägliches Yoga beginnt normalerweise mit 5 bis 8 km aktivem Radeln auf meinem Behindi-Heimtrainer, doch heute tun mir alle Muskeln weh und ich quittiere den Dienst am Gerät bereits nach 4 km. Subagh-Kriya, die ich heute machen will, kommt ohne Beinarbeit aus, so daß ich einfach mal hoffe, daß es wurscht ist, daß meine Beine noch nicht so 100%ig warm sind. Nach den üblichen Aufwärmübungen für den Oberkörper folgt dann das Set. Es ist anstrengend und bringt mich heute echt aus der Puste, aber wie immer beim Yoga tut das einfach nur wohl und sorgt für gute Laune. Die für mich allerhärteste Asana überhaupt – Shavasana / Totenhaltung = Entspannung – kriege ich heute spielend hin. Während ich einer Raag lausche, schlummere ich fast ein. Der Timer holt mich wieder zurück und ich fühle mich echt großartig. Später am Tag fragt mein Mann, der gerade Teewasser aufsetzt, ob er mir zusätzlich Inhalationswasser machen soll, denn eigentlich inhaliere ich bei jeder Erkältung zweimal am Tag, damit die Nebenhöhlen nicht nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen werden. Erst jetzt fällt mir auf, was ich im Grunde schon wußte: durch das bewußte Atmen “verstopfen” meine Kanäle nicht mehr so rasch. Hach.

Amala Krähenfeder, 21.05.2013, 18:43 | Abgelegt unter: Yoga | RSS 2.0 | TB | 1 Kommentar

:: WochenendRückblick ::

[Wetter] Wir hatten doch tatsächlich einen Tag lang Mitte Mai, rundum war es wieder Anfang April.

[Gemacht] Mit meinem einen Mann im “Backhaus” gewesen, einem netten Biergarten in einer Aussiedler-öhm….siedlung. Einen Ort für meine nächste Pilgerreise in der Heimat entdeckt, der mich schwer fasziniert – ich werde berichten :) Mit der Familie im Badischen Landesmuseum gewesen (und dort im Café mit dem einen Mann Galgenmännchen gespielt^^). Viel in der Küche gewerkelt und neue Rezepte ausprobiert. Päckchen geschnürt und Briefe geschrieben. Dem anderen Mann beim Tapezieren zugehört. Photos zum Nachmachen rausgesucht. Tagebuch geschrieben.

[Genäht] Nüscht! Ich habe zur Zeit eine absolute Nähblockade. Bis auf eine kleine Sache sind alle Fremdprojekte abgeschlossen und anstatt mich nun mit Elan auf meine eigenen Sachen zu stürzen, sitze ich vor meinen Stoffbergen und denke: ich kann nicht. Ich will nicht. Ich geh Yoga machen / lesen / Kartoffeln schälen. Seit Januar habe ich damit zu tun, was echt schlechtes Timing ist, weil da meine neue Nähmaschine eingezogen ist. An der liegt es übrigens nicht; ich verwende sie im Wechsel mit meiner alten Pfaffi, und gemeinsam sind sie ein Dreamteam. Hege den Verdacht, daß es vielleicht an meinem großen Stash liegen könnte *kopfkratz*

[Bewegt] Radeln und Yoga. Davon erzähle ich die Woche im Zuge von Karmis 40-Tage-Challenge genauer.

[Gehört] Satnam Kaur. Nick Cave. Harry Potter und der Feuerkelch. VNV Nation. Diorama. Tool.

[Gelesen] Bernhard Kegel: Der Rote. Maya Fiennes: Yoga For Real Life.

[Gesehen] Scream. Dabei bin ich schrecklich nostalgisch geworden, denn den habe ich mit 17 im Kino geguckt. Hach, war ich mal jung!

[Getrunken] Leitungswasser. Beuteltee (!) – ich habe ja gesagt, daß ich allmählich verzweifle. Cola im Biergarten.

[Gegessen] Ratatouille mit Basmati. Einen famosen Nudelsalat. Spargelcremesuppe. Kalamata-Oliven. Biryani. Galia-Melone. Ein Stückel Fudge aus Canterbury, aber mei, ist das süß o.O Potato Wedges. Ein mondänes englisches Frühstück. Spargel mit Salzkartoffeln und Hollandaise. Salätchen.

[Gedacht] Ich nehme wahr, daß auf mich wieder mal massive Veränderungen zukommen. Wie eine Welle, die man erst nur ganz zart spürt und von der man doch weiß, da man das Meer an diesem Küstenabschnitt gut kennt, daß sie heftig werden wird. Und was werde ich tun? Die Welle voll ausreiten, natürlich. Ich habe keine Angst mehr.

[Gefreut] Darüber, daß ich in einem Kreis von Frauen, die ich sehr schätze, ganz offen über Dinge reden konnte, die mir arg auf der Leber liegen. Küßchen, Ihr Lieben!

[Geärgert] Über denselben Kackscheiß wie schon viel zu oft. Ermüdend, das. Außerdem habe ich mir offenbar eine Nebenhöhlengeschichte  zugezogen. Das war überflüssig.

[Gelernt] Noch einmal und immer wieder: ich kann andere nicht ändern. Aber mich schon.

[Gekauft] Eigentlich nur den üblichen Wochenendeinkauf. Mit einer bescheidenen 350ml-Flasche Tabasco für mich :mrgreen: Und eine Winzigkeit im Museum – nicht für mich.

[Dankbarkeit] Für viele stille Momente ganz allein mit mir. Ich komme gut mit mir aus.

[Spirituelles] Meditiert, Mantras gesungen und ganz behutsam begonnen, die zweite Pilgerreise zu planen.

[Und sonst so?] Ich habe neue Entrümpelungspläne gefaßt. Zittert, Ihr Schränke!

[Ausblick auf die RestWoche] Das Kind hat Pfingstferien und ich habe einen Zahnarzttermin. Ich finde, das paßt sehr gut zusammen.

Amala Krähenfeder, 20.05.2013, 18:34 | Abgelegt unter: Allgemein | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

:: And The Winner Is… ::

Erstmal vielen Dank für Euer lieben Bloggeburtstagswünsche :) Ich habe dann heute wieder random.org die Auslosung machen lassen. Ergebnis: 13. Und das ist Milena :) Liebe Milena, herzlichen Glückwunsch! Nach den Feiertagen schicke ich das Packerl auf den Weg.

[Ich weiß, daß Ihr alle es hinbekommt, die Graphik von random.org bei Euch einzufügen - ich krieg' das nicht hin]

Amala Krähenfeder, 18.05.2013, 15:19 | Abgelegt unter: Blogkram | RSS 2.0 | TB | 10 Kommentare

:: 40 Tage Yoga, Teil 2 ::

40TageYoga

Wie angekündigt, mache ich nun also jeden Tag die Kriya, die mich gerade anspricht. Mit dabei waren diese Woche u.a. ein Set für die Anregung des Verdauungsfeuers, eins zur Vorbereitung auf die Meditation und eins dafür, kristallklar zu werden.

Mir fällt auf, daß ich mir nach meinem Urlaub – bei dem ich mir ja gar nicht so wirklich sicher war, ob ich ihn kräftemäßig “schaffen” würde – deutlich mehr zutraue. Beispielsweise habe ich Übungen, bei denen man sich hinkniet oder hinten überlehnt wie bei der Katze-Kuh- und der Kamel-Übung, bisher total ungern gemacht, weil ich Angst hatte, daß ich dabei hinfallen oder mich verletzen könnte. Ich komme durch meine Behinderung ja nicht auf den Boden runter und muß sowas dann auf dem Bett bzw. meinem Yogahocker machen. In dieser Woche kamen solche Asanas mehrfach vor und auch wenn ich manche von ihnen für meine speziellen Bedürfnisse abwandeln mußte, so habe mich doch endlich getraut – und es war toll! In Dankbarkeit und mit einem Schmunzeln denke ich an Yogi Bhajan, der sinngemäß sagte: “es gibt keinen Stillstand: Du verbesserst Dich ständig”.

Meine Meditation macht mir nach wie vor großen Spaß, fühlt sich einfach wohlig an. Ich verbinde sie jetzt mit der englischen Version des “So Purkh” und merke, daß ich dabei wunderbar auf das Wesentliche fokussieren kann. Außerdem entdecke ich ständig neue interessante Impulse in diesem Gebet.

Ich habe ja schon oft darüber geschrieben und auch jetzt gerade merke ich es wieder deutlich: ich muß keinen Widerstand überwinden, um täglich Yoga zu machen und zu meditieren. Im Gegenteil, wenn ich mal einen Tag nicht dazu komme (Migränetage sind z.B. prädestiniert dafür), dann fehlt es mir schrecklich. Vor meinem Urlaub gab es eine Woche, wo ich aus gesundheitlichen Gründen drei Tage hintereinander kein Yoga machen konnte. Am vierten Tag kamen mir dann bei der Einstimmung die Tränen, weil es sich so gut anfühlte und ich es so sehr vermißt hatte. Im Gegensatz dazu stehen Meditations- und Visualisierungsübungen, die ich jetzt eigentlich für ein Spiri-Projekt machen sollte, wenn es nach den Autoren ginge. Oh mei, dazu kriege ich mich einfach nicht motiviert, weil ich ständig denke, wie viel effektiver ich Kundalini-Yoga finde…ähem.

Amala Krähenfeder, 17.05.2013, 12:49 | Abgelegt unter: Yoga | RSS 2.0 | TB | Keine Kommentare

:: Shit Kundalini Yogis Say ::

Nachdem ich heute bei der Wilden Wölfin ein Video zu “Shit Yogis Say” gesehen habe, mußte ich doch mal gucken, ob es das auch für Kundalini-Yoga gibt. Gibt es! Hier!

“My teeth are so white? There’s a kriya for that!” *lol*

Amala Krähenfeder, 16.05.2013, 23:13 | Abgelegt unter: Yoga | RSS 2.0 | TB | 8 Kommentare

:: Naad-Yoga ::

Gestern Abend waren mein Mann und ich auf dem Naad-Yoga-Konzert, das Prof. Surinder Singh mit seinem Ensemble im Karlsruher Schloß gegeben hat. Zunächst mal war ich etwas überwältigt von den Menschenmassen, die sich dort einfanden. Die Organisatorin erzählte, daß sie sowas auch noch nicht erlebt habe; ich vermute, das lag wohl an den Stichworten “indisch” und “Yoga” in der Ankündigung – das ist ja gerade sehr “in”.

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Zu Beginn erklärte Prof. Singh, daß die Musik, die wir im Folgenden hören würden, nicht dem Entertainment diene, sondern dem Innertainment: Kontaktaufnahme mit dem Selbst, mit der eigenen Seele (betretenes Schweigen bei einigen *lol*). Die Raags gehen auf das 5. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück und sind dazu geschaffen worden, um bestimmte Gefühls- und Seelenzustände zu evozieren. Die Musik führt dabei die Emotionen und mit ihnen die Seele in die entsprechenden Stimmungen hinein, so daß diese sich tatsächlich manifestieren. Über diesen Zusammenhang, so erklärte er weiter, könne Heilung stattfinden – dazu müsse man sich allerdings vollkommen auf die Musik einlassen, den Verstand abschalten, die Augen schließen und das Herz öffnen.

Das Konzert begann mit dem MulMantra. Als Prof. Singh “Ek Ong Kar” sang, war meine Fassung erstmal dahin und mir kamen die Tränen. Das MulMantra begleitet mich seit Beginn meiner Yoga-Zeit und bedeutet mir wahnsinnig viel (ich trage es auch als Schmuckstück). Hach. Zwischen den Raags erläuterte Prof. Singh das Anliegen der einzelnen Stücke und erzählte davon, daß es Musik und das Lächeln seien, was alle Menschen über ihre Emotionen miteinander teilen können, wo doch all die unterschiedlichen Sprachen, die weltweit gesprochen werden, und alle Bewertungen, die durch Sprache stattfinden, eher dazu dienen, voneinander zu trennen. Ich persönlich war während der Konzerts immer zwischen Augen auf und Augen zu hin- und hergerissen, denn einerseits wollte ich den Künstlern gern beim Spielen ihrer Instrumente zusehen (ok, und die Reaktion der anderen Zuhörer beobachten^^), andererseits beförderte mich die Musik aber absolut nach innen.

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Nach der Pause und weiteren wunderschönen und meditativen Raags forderte Prof. Singh das Publikum auf, mitzusingen (das Mantra “Nirinjan”). Was für ein Erlebnis! Das Trennende verschwand und alle schwangen im Einklang mit der Musik und dem Mantra. Es war total bewegend und hat mein Herz zum Singen gebracht.

Noch zwei persönliche Bemerkungen: Prof. Singh erzählte davon, daß er vor 20 Jahren einen schrecklichen Unfall gehabt habe, nach dem er mehr tot als lebendig gewesen sei und die Ärzte ihn schon aufgeben wollten. Doch dann sei ihm Gnade gewährt worden: er wurde geheilt und würde sein gesundes, glückliches Leben heute in vollen Zügen genießen.  Tatsächlich bemerkte ich, daß er gehbehindert ist. Auch das hat mich unglaublich berührt, denn im Grunde hat er da ja meine Geschichte erzählt – auch ich fühle mich heute glücklicher und gesünder als vor Krankheit und Behinderung.

Ja, und dann waren mein Mann und ich schon wieder am Auto, als ich angesprochen wurde, ob ich Amala sei. Auf mein verdutztes “öhm, ja?” sagte mein Gegenüber “meine Freundin liest Dein Blog!” *gacker* Liebe Elster, die Überraschung war gelungen; ich glaube, ich habe absolut dümmlich aus der Wäsche geguckt…! *lol*

Zum Thema Behinderung: der Gartensaal des Schlosses Karlsruhe ist nur über die Biergarten-Terrasse barrierefrei zu erreichen. Ein Behindertenklo, das von dort aus barrierefrei erreichbar wäre, habe ich nicht gesehen. Aber die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit.

Amala Krähenfeder, 16.05.2013, 12:15 | Abgelegt unter: Behinderung,Unterwegs,Yoga | RSS 2.0 | TB | 6 Kommentare

:: BlogGeburtstag & Verlosung ::

Fünf Jahre ist mein Blog nun alt; im Mai 2008 habe ich mit dem Schreiben begonnen. Auch wenn die ganz alten Einträge in mein virtuelles Tagebuch nicht mehr verfügbar sind, so erinnere ich mich doch noch gut daran, worum es am Anfang ging: Stricken, Spirituelles und Familienkram. Das Stricken mußte ich leider aufgeben und an dessen Stelle ist das Nähen getreten, und meine Spiritualität hat sich in diesen fünf Jahren sehr verändert, aber insgesamt, glaube ich, blogge ich noch so ziemlich über dasselbe.

Mein Blog wäre nichts ohne Euch, meine Leserinnen, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich ganz herzlich bei Euch zu bedanken – ganz besonders bei all jenen, die meinen Blogalltag durch ihre Kommentare und Mails versüßen. Ihr seid die Besten!

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Unter allen, die mir zum fünften Bloggeburtstag einen Gruß dalassen, verlose ich ein kleines Packerl, das ich für Euch in England geschnürt habe (Ihr dachtet doch nicht, ich bringe Euch nichts mit, oder? :) ): einen fancy Notizblock, einen Fenstersticker mit der englischen Flagge und eine vegane Gewürzmischung für Bombay Potatoes. Die Aktion endet am Freitagabend (17.5.) um Mitternacht und ausgelost wird am Wochenende.

Viel Glück!

Amala Krähenfeder, 15.05.2013, 16:14 | Abgelegt unter: Blogkram | RSS 2.0 | TB | 19 Kommentare

:: Best Blog Award ::

Blogaward

Athena hat mir den Best-Blog-Award verliehen, worüber ich mich riesig freue <3 Vielen Dank!

Zum Award gehört die Beantwortung der folgenden elf Fragen, allerdings bezweifle ich, daß meine Antworten sonderlich spannend sein werden, denn mit Beauty habe ich es ja bekanntermaßen nicht so. Aber, here we go:

  1. Wann und warum hast Du Deinen Blog gegründet? So ziemlich genau für fünf Jahren, Mitte Mai 2008. Mit dem Bloggen habe ich angefangen, weil mir schreiben und veröffentlichen absolut im Blut liegt, das mache ich furchtbar gern und ohne es würde mir arg was fehlen.
  2. Hast Du ein Vorbild für Deinen Blog? Alle, die offen, mutig, interessant, gut lesbar, kreativ, querulant und ehrlich schreiben und veröffentlichen, ob nun im Netz oder in den Printmedien. Mitschwimmer gibt’s schon genug.
  3. Verfolgst Du viele Blogs? Nur wenige mehr, als ich hier gelistet habe. Ich bin ehrlich: das Netz war für mich ein krasser Zeitkiller und ich habe das stark eingeschränkt. Aber es liegt nicht an mangelndem Interesse, denn es gibt viele tolle Blogs.
  4. Seit wann interessierst Du Dich intensiv für Beauty und Make-Up? Das war noch nie der Fall.
  5. Welche Produktmarke hat Dich am meisten überzeugt und warum? Renault, weil deren Autos echt unverwüstlich und superbequem sind und sie einen famosen Kundenservice haben. Aber falls Kosmetik gemeint war: die Granatapfel-Handcreme von Weleda und die nicht-vegane SOS-Creme von Eisenberg. Diese beiden Sachen sind das Einzige, das meine superempfindliche Haut halbwegs heil durch den Winter bringt. Im Sommer benutze ich sie nicht.
  6. Hast Du einen Lieblingslippenstift oder eine Nagellackfarbe? Nein^^
  7. Welchen Kußmund-Abdruck hinterläßt Du auf Papier? Leidenschaftlich gern eine Mischung aus Tabasco, Knoblauch und einem Hauch Rapsöl.
  8. Deine Wohnung steht in Flammen und Du hast Zeit, drei Beauty-Produkte aus den Flammen zu retten. Welche würdest Du mitnehmen? Wer denkt sich denn solche Fragen aus? :mrgreen: Natürlich würde ich meine Zehenspreizer, meinen Glitzernagellack und mein Schokoladenpeeling retten. Wenn meine Familie sich nicht selbst retten kann – Pech.
  9. Worauf kannst Du beim Shoppen eher verzichten: Schuhe, Kleidung, Schokolade oder Make-Up? “Wie war das, im Mittelteil?” (Otto in Ein Fisch namens Wanda).
  10. Lippenstift oder Lipgloss? Wie soll ich mich da entscheiden?
  11. Ich verlasse das Haus nie ohne…? Meine Handtasche. In der Regel sind da meine Wasserflasche, mein Portemonnaie, Augentropfen, ein Täschle mit Medikamenten, Notizbuch und Stift, ein Buch, Tempos und oft auch mein Photoapparat drin. Und keine Kosmetik.

Laut der Award-Regeln soll ich nun zehn andere Bloggerinnen nominieren, aber viele meiner Lielingsbloggerinnen nehmen keine Awards an (und ich glaube, die meisten von ihnen schminken sich auch nicht^^).

Amala Krähenfeder, 14.05.2013, 23:07 | Abgelegt unter: Blogkram | RSS 2.0 | TB | 5 Kommentare

:: 40 Tage Yoga ::

40TageYoga

Seit Sonntag läuft die von Karmindra ins Leben gerufene 40-Tage-Yoga-Challenge. Eigentlich hatte ich diese zum Anlaß nehmen wollen, eine neue 40-Tage-Kriya zu starten, bei der ich wieder jeden Tag für den genannten Zeitraum dasselbe Yoga-Set gemacht hätte. Vor meinem Urlaub hatte ich ja keine Neue beginnen wollen und stattdessen jeden Tag ein Set gemacht, zu dem ich gerade Lust hatte. Ja, und dann stellte ich bereits gestern, am zweiten Tag, fest, daß ich zur Zeit überhaupt keine Lust habe, 40 Tage lang dasselbe Set zu machen. Ich werde also weiterhin jeden Tag die Kriya machen, die mich gerade anspricht. Am Sonntag war es ein Set gegen Streß, gestern war es ein Set gegen körperliche Beschwerden.

Was ich allerdings tatsächlich 40 Tage am Stück machen werde, ist eine Meditation für das innere Gleichgewicht, denn die empfinde ich als sehr wohltuend und möchte schauen, was sie in 40 Tagen mit mir macht.

Amala Krähenfeder, 14.05.2013, 12:35 | Abgelegt unter: Yoga | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare
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